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Home > Nutzen und verwalten Sie 3D CAD-Modelle > TraceParts Enterprise – Supplier Parts Management Software > Michelin – Erfolg durch eine auf den Bedarf zugeschnittene CAD-Bibliothek

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Im Jahr 2006 hat Michelin 190 Millionen Reifen produziert. Sein Technologiezentrum befindet sich verteilt auf 3 Kontinenten in Frankreich, den USA und in Japan, aber die Gruppe verfügt über 69 Produktionsstandorte in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika, um vor allem dem Ersatzteilmarkt für “die breite Masse” gerecht zu werden, der 70% des Umsatzes ausmacht.

 

So kann eine Fertigungsmaschine an mehreren Standorten fabriziert und eingesetzt werden.

 

Um die Kosten für Entwicklung, Fabrikation und Wartung ihrer Produktionsmittel zu verringern, setzt die Michelin Gruppe seit vielen Jahren seinen Komponentenzulieferern gegenüber eine Standardisierungsstrategie um, die sowohl die technische als auch die kommerzielle Zusammenarbeit betrifft.

 

Models were developed by TraceParts according to Michelin's specifications

Die Modelle werden von TraceParts gemäß den Spezifikationen von Michelin entwickelt.

 

Jean Claude AVRILLON arbeitet in der Standardisierungsabteilung der Gruppe und erklärt uns, wie es dazu kam:

“Anfang der 90ger Jahre, wurden die Mittel für computerunterstützte Zeichnungen meistens für die Entwicklung von Spezialmaschinen benutzt und zwar unterstützt durch 3D- Entwicklungsprogramme. Uns wurde schnell bewusst, dass die Entwickler versucht waren, die Bibliotheken von Plänen und Modellen zu benutzen, die von den Herstellern auf Datenträgern zu Verfügung gestellt wurden. Die Benutzung dieser Bibliotheken bedeutete freilich eine Zeitersparnis beim Zeichnen oder der Modellerstellung, aber wir riskierten damit, unsere eigenen Standardisierungspläne zu durchkreuzen und somit auch unsere Kosteneinsparungsprogramme. Untersuchen darüber ergaben aber ein wirkliches Einsparungspotential. Wir mussten daher die Benutzung von Bibliotheken begleiten und gleichzeitig den Rahmen dafür festlegen. Die Bibliotheken mussten zu unserem eigenen Vorteil in Sachen Standardisierung eingesetzt werden.”

Michelin ließ sich von zwei Anbietern von Bauteil- Bibliotheken beraten und gab dann 1995 TraceParts den Zuschlag. Das Pflichtenheft sah vor allem vor, dass die Gruppe über eine eigene Bibliothek verfügen sollte, die auf spezifischen Darstellungsformen basiert und die das Nachschlagen und den Einkauf bei den Zulieferern möglichst benutzerfreundlich ermöglicht. Die Bibliothek sollte ein Teil der Standardisierung sein und zwar auf der Basis der bereits erfolgten Standardisierungsprozesse wie:

  •  Teilebeschreibung
  •  interne Kodifizierung
  •  Klassifizierung (siehe Beilage zur Mitarbeit von Michelin beim PFI Gremium)

 

Nichtsdestoweniger sollte die Entwicklung dieser Bibliothek, sowohl was graphische Modellerstellung betraf als auch auf programmierungstechnischer Seite, nicht durch Michelin selbst erfolgen.

“TraceParts bewies sein Know-How sowohl durch die Qualität der gelieferten, selbst kompliziertester Modelle, als auch durch den gekonnten Zuschnitt seines Produktes auf unsere Bedürfnisse entsprechend unserer Vorgaben”, erinnert sich Jean- Claude AVRILLON.

 

Eine durchgängige Darstellung für mehrere Lieferanten.

Bestimmte Handelskomponenten, die Fabrikationsbestandteil einer Maschine sind, werden auf genormte Weise dargestellt (dies ist zum Beispiel bei Zylindern der Fall). Diese genormte Darstellung wird daraufhin generiert und benutzt. Für die anderen Teile hat die Standardisierungsabteilung eine penible Studie durchgeführt, mit dem Ziel eine graphische Hülle auf “maximaler Bemessungsgrundlage” zu definieren, die es erlaubt, eine einzige Gattungskomponente zu definieren, die sich auf mehrere Lieferanten anwenden lässt.

 

Der Entwickler der Maschine muss sich daher keine Sorgen über den ausgesuchten Lieferanten machen, da dieser nur Zugang zu einer Gesamtheit an “kompatiblen” Bauteilen hat, und zwar was sowohl Raumbedarf als auch technische Merkmale angeht. Ein Artikeleinadresskode für Michelin ist dieser Komponente zugeordnet. Dieser Kode wird dann bei der Stücklistenerstellung verwendet.

 

Diese sorgfältige technische Studie wird von einer kaufmännischen Studie über die Lieferanten vervollständigt. Die Plattform ” Einkauf ” erlaubt es für jeden Artikeleinadresskode die Komponenten wiederzufinden, die Teil der Rahmenverträge gewesen waren.

 

 

Manufactured machines use some components on the market that have standard representations

Was die standardisierten Komponenten (Profile, Dichtungen, Schrauben, etc…) angeht, so steht die Bibliothek auch hier “unter Kontrolle”. In der Tat sind nicht alle verfügbaren Normabmessungen bei den Fabrikanten “auf Lager” und Michelin hat daher die Einsatz auf die Teile beschränkt, die im Handel erhältlich sind.

 

Die Modelle werden von TraceParts gemäß den Spezifikationen von Michelin und zweier graphischen Darstellungstypen entwickelt. Tatsächlich verhält es sich so, dass zwar die Maschinen heute meist auf 3D mit Hilfe von Solid Works konzipiert werden, aber viele Zubehörteile zur Wartung noch in 2D mit AutoCAD erstellt wurden. Im ersten Fall ist das importierte Modell ein räumlich dargestelltes Bauteil; der Benutzer kann zudem den Benutzungskontext auswählen, zum Beispiel den Ausfahrweg eines Zylinderrohres. Im zweiten Fall kann der Benutzer die Darstellungsansicht(en)des Teiles aussuchen.

 

Es wurde eine homogene Schnittstelle bereitgestellt, die die Auswahl und die Platzierung des Modells vereinfacht.

 

Mehr als nur eine graphische Darstellung

Abgesehen vom Artikelcode und der 2D- und 3D-Darstelung, werden der Komponente verschiedene technische Dokumente und Leitfäden als Hilfsmittel für den Entwickler bei der Auswahl und Platzierung der Komponenten hinzugefügt. TraceParts stellt die Verbindungen zwischen der Bibliothek und dieser Dokumentation sicher. Diese Dokumentation wiederum wird von der Standaradisierungsabteilung von Michelin erstellt.

 

Das Hauptaugenmerk wurde auf die Hilfestellung bei der Suche nach der Komponente gelegt. Die von der Gruppe eingeleitete Klassifizierung wurde dann auch dafür genutzt, aussagekräftige und technisch fortgeschrittene Auswahlkriterien vorzuschlagen. Sie erlauben es, den Auswahlprozeß zu beschleunigen und gleichzeitig dessen Gültigkeit zu garantieren.
Die Bibliothek ist lokal zugänglich auf jedem Rechner der Entwickler im Konstruktionsbüro, aber auch in den Abteilungen After-Sales, Einkauf und Ersatzteillager. Außerdem in allgemeiner Form für jeden, der an den Fabrikationsprozessen beteiligt ist.

 

“Subunternehmer realisieren Maschinen für unsere Fabriken.” präzisiert Jean Claude AVRILLON “Sie verfügen über einen Portalzugang Trace-Michelin, der auf sie zugeschnitten ist. TraceParts ist über die für die Gruppe zugelassenen Subunternehmer informiert und öffnet diesen den Zugang zum Portal, von wo sie unsere Bibliotheken und Dokumente oder Leitfäden einsehen können, die sie entweder online abfragen oder aber auch downloaden können. Die Subunternehmer verfügen zudem über einen Zugang zur Einkaufs-Plattform, was ihnen erlaubt, selbst die nötigen Teile bei unseren Lieferfristen zu ordern. Bis zu 4 Referenzhändler pro Artikeleinadresscode werden dem Subunternehmer vorgeschlagen. Bei standardisierten Komponenten kann er auch einen lokalen Lieferanten wählen, um die Beschaffungskosten zu senken.”

 

Strenge Kontrollen vor dem Deployment

Der Standardisierungsabteilung gehören 20 Mitarbeiter an. Einer ihrer Rollen ist es daher, die standardisierten Darstellungen, die TransParts übermittelt werden, zu definieren (mit der Maßgabe, das Gewicht der Modelle möglichst gering zu halten), die Bibliotheken entgegenzunehmen und zu prüfen und schließlich den Verfassern Hilfestellung zu leisten. Eine Arbeitsgruppe ” Bibliotheken” versammelt regelmäßig Vertreter der Abteilung und der Verfasser an einen Tisch, um letzteren die Möglichkeit zu geben, ihre Wünsche zu äußern.

 

Ihre andere Aufgabe ist es, alle an diese Komponenten anhängigen Bezugssysteme (Spezifikationen, Leitfäden, Notizen) zu implementieren. Diese Systeme stellt sie dann schließlich allen Arbeitseinheiten an den Maschinen des Fabrikationsprozesses und den Subunternehmern, die die Ausrüstung konzipieren, zur Verfügung.

 

A unique, universal library to ensure success

Eine einheitliche Bibliothek für alle – Das Erfolgsrezept

 

Die Bibliothek ist zwar universell und einheitlich, aber die Informationen können in zwei Sprachen entnommen werden, man wählt diese bei der Extrahierung der Stückliste. Auf die gleiche Weise werden bestimmte lokale Einheiten (Abmessungen, Leistung, …) während des Auswahlverfahrens bestimmt.

 

95 % Zeitersparnis in der Entwicklung

Die Michelin Gruppe hat eine interne Studie bei 80 Entwicklern durchgeführt. Wenngleich die Reduzierung der Projektzeiten nicht das Hauptziel war, so sind die Ersparnisse in diesem Bereich zumindest sehr bedeutend: ein Entwickler, der ein Modell erstellen musste, ohne Zugang zu dieser Bibliothek zu haben, verbrachte damit im Durchschnitt 2, 5 Stunden.(Suche nach einer Empfehlung,Dokumentation, Modellerstellung, Identifizierung) Mit der TraceParts Bibliothek sank die Durchschnittszeit auf 3 Minuten!

 

“Diese Zeitersparnis ist beeindruckend, aber nur ein Teil der realisierten Ersparnisse”, bemerkt Jean-Claude AVRILLON. “Die Qualität der Modelle, die Reduzierung von Fehlern und auch der zuverlässige Datenaustausch müssen ebenfalls in Betracht gezogen werden. Außerdem natürlich die daraus resultierenden wirtschaftlichen Einsparungen für Einkauf und Verwaltung des Maschinenparks.”

 

Den Lebenszyklus der Komponenten verfolgen

Die eingesetzten Mittel erlauben es auch die Entwicklung der Arbeitsmittel mitzuverfolgen. Beim Öffnen des Dateiordners einer Maschine, kann die Aktualisierung der Komponenten automatisiert werden, sollte die Referenz- Bibliothek veraltet sein. Außerdem erlaubt die angewandte Kodifizierung sofort den Standardisierungsstatus aller Handelskomponenten der Maschine aufzuzeigen: ein Element wird so “standardisiert”, “Reserve für die Wartung” oder “veraltet” (das heißt nicht mehr verfügbar oder von Michelin nicht mehr zugelassen) Es ist also möglich, eine Liste der veralteten Bauteile zu erstellen, um dann die Komponenten zu definieren, die diese ersetzen sollen.

 

Die Wahl fiel auf den richigen Partner

“Unsere Geschäftsbeziehungen seit 1995 mit TraceParts haben unsere ursprüngliche Wahl nur bestätigt”, so die Schlussfolgerung von Jean-Claude AVRILLON “Die regelmäßige Erweiterung unseres Kataloges und der anhängigen Hilfsmittel und die strenge Berücksichtigung unserer Spezifikationen durch TraceParts, machen aus dieser Partnerschaft eines der Schlüsselelemente unserer erfolgreichen Standardisierungspolitik.”

 

Auf der Suche nach einer Standards Initiave der Welt-Automobilindustrie

Jean-Claude Avrillon vertritt Michelin im Gremium von PFI (Prüf – und Forschungsinstitut), bei einem Projekt der Gruppe zur Verbesserung der Beziehungen in der Automobilindustrie (GALIA) Die Arbeitsgruppe beim PFI verhandelt über die standardisierte Identifizierung von Bauteil-Katalogen und schützt die Kodifizierung, die Beschreibung und die Klassifizierung (e-cl@ss) von diesen Produkten, anhand von internationalen Tools oder Normen. Sie versucht speziell auf die Hersteller von Industriebauteilen Einfluss zu nehmen, um diese dazu zu bringen, diese Normen anzunehmen, deren wirtschaftlichen Herausforderungen bei weitem über die der Automobilindustrie hinausgehen.

 

Weiterführende Informationen:

Webauftritt von Michelin Deutschland: www.michelin.de
Sie haben Fragen? Dann treten Sie mit uns in Kontakt: info@traceparts.de