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Home > Nutzen und verwalten Sie 3D CAD-Modelle > Zur Rationalisierung seiner weltweit in der Entwicklung von Maschinen eingesetzten Bauteile setzt Michelin auf die Hilfe von TraceParts

Der weltweit größte Reifenhersteller nutzt die Lösung TraceParts Enterprise, um Standardisierungsprozesse mithilfe einer breiten und online verfügbaren 3D-Bauteilbibliothek zu optimieren

Michelin logoNahezu 15 % aller weltweit verkauften Reifen stammen aus dem Hause Michelin. Das Unternehmen mit dem Michelinmännchen ist in über 170 Ländern mit unterschiedlichen Markennamen vertreten und verfügt über 70 Produktionsstandorte in 18 Staaten. Die Standorte in Frankreich und Nordamerika stellen noch immer die wichtigsten dar, doch das Wachstum und die geografische Ausdehnung setzen sich unvermindert fort, um die Strategie der „Produktion im Herzen der Märkte“ umzusetzen. Dabei entwickeln sich die Aktivitäten derzeit vor allem in den Schwellenländern (Brasilien, China und in Kürze Indien) rasant. Zur Herstellung von circa 200 Millionen Reifen im Jahr werden auf allen Kontinenten und in allen Produktionsstätten von Michelin und den Subunternehmen Tausende Maschinen entwickelt, gewartet und betrieben. In dem beeindruckenden Maschinenpark (mehrere tausend Anlagen) werden Teilfabrikate bearbeitet, Konfektionen von Reifenrohlingen umgesetzt, Vulkanisierungspressen und Kontrollstellen betrieben usw.

 

In den Ingenieurs- und Entwicklungsbüros zur Maschinenkonzeption von Michelin arbeiten weltweit ungefähr 2000 Personen. Die Büros in Clermont-Ferrand (Frankreich) und Nordamerika sind für die Vorentwicklung der Maschinen für andere Standorte verantwortlich, die sich dann wiederum um Bereitstellung, Konformität und Wartung kümmern. Die Methodenabteilung der Gruppe hat den Auftrag, die in der Maschinenentwicklung eingesetzten Bauteile zu kodifizieren, einzuordnen und intern zu standardisieren, damit die Anzahl unterschiedlicher Teile und Lieferanten so gering wie möglich gehalten wird.

 

TraceParts seit 1995

Michelin nutzt die Bibliotheken von TraceParts bereits seit 1995. Die Bauteilbibliothek von Michelin begrenzte den Zugriff auf die von der Methodenabteilung kodifizierten Bauteile. Damit sollte vermieden werden, dass Planer und Entwickler sich in den unterschiedlichen elektronischen oder Papierkatalogen der Hersteller verlieren. Diese Referenzen wurden insbesondere durch eine Klassifizierung ergänzt, das heißt eine „Gruppenbeschreibung“ in zwei Sprachen, sowie durch vereinfachte 2D- und 3D-Darstellungen. Die auf diese Weise individuell aufgebaute Bibliothek wurde alle 18 Monate von TraceParts aktualisiert, und zwar in Form von digitalen Katalogen, die lokal auf den einzelnen Workstations eingesetzt wurden.

 

Azimuth alignment tool model designed by Michelin’s Mechanical Engineering Design OfficesBedienen Sie dieses 3D-Modell eines sogenannten „Azimutage-Tischs“, der von dem Ingenieurs- und Entwicklungsbüro zur Maschinenkonzeption von Michelin entworfen wurde.
Mit ihm kann der Reifenrohling gemäß den Anforderungen der Vulkanisierungspresse und anhand der Position eines „Strichcodes“ an der Seitenwand des Reifens ausgerichtet werden.
Dieses Modell umfasst sowohl auf dem Markt erhältliche Bauteile als auch firmeneigene Komponenten aus der Bibliothek MPL.

 

 

Doch ist diese Lösung an ihre Grenzen gestoßen. Die Standardisierung sollte einen grundsätzlichen Charakter haben und somit den Bedarf der Ingenieurs- und Entwicklungsbüros antizipieren. Fand ein Planer jedoch nicht das benötigte standardisierte Bauteil, so suchte er im Internet oder elektronischen Medien der Hersteller (CD,…) andere Bauteile oder modellierte sie. Die Methodenabteilung musste die Standardisierung dann im Nachhinein durchführen oder die Bauteile ablehnen, was die Planungsarbeit zurückwarf. Die Häufigkeit der Aktualisierungen der Bibliothek kam den Erwartungen der Entwickler nicht hinterher und führte zu einer rapide steigenden Anzahl an Ersatzteilen.

 

Michelin Parts Library: Methoden im Mittelpunkt der Standardisierung

Manuel Calamote ist bei Michelin für die Entwicklung mechanischer Methoden verantwortlich und macht die Herausforderungen der Standardisierung deutlich:

„Es geht um die Begrenzung der Anzahl unterschiedlicher Bauteile, die weltweit in unseren Maschinen eingesetzt werden. Dies führt zu bedeutenden Möglichkeiten im Hinblick auf Kostenreduzierung und Produktivitätsoptimierung: eine gezielte Einkaufspolitik bei für ihre Qualität anerkannten Lieferanten, Umgang mit Materialkosten und -zuverlässigkeit, Rationalisierung bei der Beschaffung, Optimierung der Lager zur Fertigung und Wartung von Maschinen usw. Und natürlich eine verbesserte Effektivität und schnellere Entwicklungsarbeit dank einer großen Datenbank mit standardisierten Bauteilen.“

 

Für das neue Projekt mit der Bezeichnung MPL (Michelin Parts Library) wurde 2010 ein Ausschreibungsverfahren ins Leben gerufen. Dieses umfasste mehrere Aufgaben, die Bestandteil einer zukunftsorientierten Unternehmenspolitik sein sollten:

 

ico_arrowden Maschinenentwicklern (sowohl intern als auch bei Subunternehmern) sollte eine umfassende Onlinebibliothek mit 2D- und 3D-CAD-Modellen in den Formaten AutoCAD und SOLIDWORKS zur Verfügung gestellt werden, die sich nahtlos in das bestehende PDM „Smartteam“ eingliedert;

 

ico_arroweine fortwährende Aktualisierung der Bibliothek in Echtzeit anhand der durch die Methodenabteilung umgesetzten Standardisierungen sollte gewährleistet werden;

 

ico_arrowden Ingenieursbüros sollte eine offene und während der CAD-Entwicklungsarbeit zugängliche Auswahl zur Verfügung stehen. Diese Auswahl sollte jedoch gleichzeitig die standardisierten Bauteile der Methodenabteilung privilegieren, wobei eine Abstufung zu erfolgen hatte (z. B.: standardisiert, beschränkte Nutzung, verboten, veraltet,…);

 

ico_arrowsollten Entwickler ein nicht-standardisiertes Bauteil nutzen müssen, wird automatisch eine Anfrage an die Methodenabteilung gesendet;

 

ico_arrowein interaktiver Arbeitsablauf zwischen Entwicklern und Experten der Methodenabteilung sollte bereitgestellt werden, damit die Rückverfolgung von Anfragen ebenso ermöglicht würde wie deren Begründung, Nachverfolgung der Entwicklung und die Suche nach Fehlerursachen;

 

ico_arrowdie Kombination mehrerer Bauteile unterschiedlicher Hersteller innerhalb eines einzigen Michelin-Artikelcodes sollte ermöglicht werden, um die Austauschbarkeit oder Berücksichtigung regionaler Einschränkungen zu begünstigen, wobei eine von der Methodenabteilung vorgegebene Toleranz eingehalten werden muss.

 

Michelin Parts Library

 

Judith Noyelle ist für den IT-Support der Entwicklungs- und Ingenieurteams verantwortlich und leitete dieses Projekt, das zurzeit umgesetzt wird: „Wir wollten unseren Hunderten internen und externen Entwicklern ein modernes Tool bereitstellen, das ihnen die Wichtigkeit der Standardisierung für den Konzern deutlich macht. Gleichzeitig wollten wir sie bei der schnelleren und effektiveren Konzeption neuer Maschinen unterstützen. Eine spezielle Anfrage seitens des Büros auf ein im Handel erhältliches Bauteil sollte innerhalb von sieben Tagen von der Methodenabteilung bearbeitet werden. Das bedeutet nicht, dass dieses Teil innerhalb dieses Zeitraums standardisiert würde. Die Methodenabteilung würde gegebenenfalls eine Alternative aus vorliegenden Bauteilen oder eines gelisteten Lieferanten vorschlagen oder abschätzen, oder ob sich die Integration des Teils in die MPL lohnt. In jedem Falle würde ein Verfahren zur Findung der besten Lösung eingeleitet und eine Weiterverfolgung der Anfrage wäre gewährleistet.

 

TraceParts Entreprise

TraceParts wurde im Rahmen des Projekts MPL ausgewählt. „Natürlich waren unsere Entwicklungsbüros bereits mit dem Umgang mit TraceParts-Bibliotheken vertraut. Jedoch war das nicht der Hauptgrund für unsere Entscheidung“, erklärt Judith Noyelle. „TraceParts stellte seine Fähigkeit unter Beweis, die Inhalte der vorherigen Bauteilbibliothek einzubinden und hat uns ein komplettes Tool zum Management und zur Verarbeitung von Nutzeranfragen angeboten, das sich nahtlos in unsere Auswahlverfahren und PLM integrieren lässt. Wir verfügen nun über eine Onlinedatenbank mit Bauteilen, die sich in Echtzeit weiterentwickelt und zu erfolgreichen Synergien zwischen den Entwicklungsbüros für Maschinen und der Methodenabteilung führt.“

 

Die Bauteillieferanten in der MPL

„Die Methodenabteilung wird von nun an gemeinsam mit der Einkaufsabteilung eine wichtige Rolle spielen. Sie vermittelt den Entwicklungsbüros eine Vision der Gruppe und stärkt ihre Rolle als Entscheidungsträger und Unterstützer der Nutzer der MPL“, so Manuel Calamote. „Es findet ebenfalls ein Austausch mit unseren Lieferanten statt, die unseren Teams und TraceParts die CAD-Modelle ihrer Materialien sowie komplette und geeignete Informationen zur Verfügung stellen, um die Integration in die MPL zu erleichtern. Dies vereinfacht zusätzlich das Finden weiterer Produkte ihres Angebots, die mit der Zeit zur Datenbank hinzugefügt werden können. Und dank einer Verlaufsanzeige genutzter Bauteile wird die Verwaltung der Auslaufmodelle verbessert. Hier liegt auch eine Möglichkeit anderer Lieferanten, die unsere Teams von der technischen Qualität ihres Angebots überzeugen können“.

 

„Wir sind stolz darauf, dass sich Michelin für unsere Lösung TraceParts Entreprise entschieden hat“, fügt abschließend Gabriel Guigue, geschäftsführender Direktor von TraceParts, hinzu. „Dieser Erfolg ist der Lohn einer harten Arbeit, die unsere Teams in dieses Projekt investiert haben. Er belegt außerdem, dass unser Angebot Unternehmen dabei helfen kann, über die reine Bereitstellung einer 3D-Bauteilbibliothek hinauszugehen. TraceParts Entreprise ermöglicht industriellen Unternehmen, die eigenen PLM-Prozesse zu integrieren und von der Nutzungsflexibilität und Reichhaltigkeit unserer 3D-Kataloge zu profitieren. Dieser Erfolg macht ebenfalls Bauteillieferanten deutlich, dass ihre Präsenz in unseren Bibliotheken einen wahren Vorteil für ihre Produkte im internationalen Wettbewerb bedeutet.“

 

 

Weiterführende Informationen:
Webauftritt von Michelin Deutschland: www.michelin.de
Lesen Sie den zweiten Anwenderbericht von Michelin: Erfolg durch eine auf den Bedarf zugeschnittene CAD-Bibliothek
Sie haben Fragen? Dann treten Sie mit uns in Kontakt: info@traceparts.de